Wandern

Rundwanderung um Höchenschwand: Die schönsten Touren für Einsteiger

Kurze Runden über die Hochfläche, eine Moorrunde, ein Themenweg und eine erste Tour mit Talabstieg: Touren für Einsteiger mit Länge, Gehzeit und Charakter.

Für den Einstieg ins Wandern ist Höchenschwand ein dankbarer Ort. Die Hochfläche rund um das Dorf ist offen und nur leicht gewellt, die Wege sind breit, und nach wenigen Minuten haben Sie Weitblick. Am besten starten Sie mit einem der kurzen Heilklima-Wanderwege, steigern sich zu einer Runde von zehn bis zwölf Kilometern und wagen erst danach Touren mit Abstieg ins Albtal. Hier finden Sie die passenden Runden mit Länge, Gehzeit und Charakter. Den Überblick über alle Wanderarten rund um den Ort gibt die Seite Wandern in Höchenschwand.

Die Touren im Vergleich

Tour Länge Gehzeit Steigung Charakter Gut für
Heilklima-Wanderwege (kurze Runden) rund 3 bis 5 km 1 bis 1,5 Stunden gering Hochfläche, Wiesen, Waldränder Ankommen, Familien, Gesundheitsurlaub
Moorrunde über Heilklima-Weg 3 rund 3,5 km etwa 1 Stunde unter 100 Höhenmeter Moorrand, schmaler Pfad Natur, kurze Abendrunde
Schinkenweg rund 12 km etwa 3 bis 3,5 Stunden mäßig Themenweg über Hochfläche und Wald erste längere Tour
Felsenweg-Runde rund 10 km etwa 2,5 bis 3 Stunden spürbar, Ab- und Aufstieg Talhang, Felsen, Wald Einsteiger mit etwas Kondition

Längen und Gehzeiten sind gerundete Angaben aus Tourenbeschreibungen. Je nach Startpunkt und Variante weichen sie ab. Prüfen Sie die aktuelle Wegführung an den Übersichtstafeln im Ort oder bei der Tourist-Information.

Heilklima-Wanderwege: ideal für die ersten Tage

Als Heilklimatischer Kurort hat Höchenschwand ein eigenes Netz von Heilklima-Wanderwegen. Es umfasst nach Ortsangaben rund 45 Kilometer und besteht aus mehreren nummerierten Runden, die vom Ort aus über die Hochfläche führen. Die Wege sind so angelegt, dass Sie die Belastung dosieren können: wenig Steigung, gleichmäßiges Tempo, viel frische Luft. Das macht sie zur idealen Wahl für den ersten Urlaubstag, an dem sich der Körper an die Höhe von rund 1.015 Metern gewöhnt.

Typisch für diese Runden:

  • Start und Ziel im Ort, oft am Haus des Gastes
  • breite Feld- und Waldwege, teils kurze Pfade
  • Bänke und Aussichtspunkte mit Blick nach Süden
  • gute Orientierung, auch ohne Karte

Moorrunde mit Heilklima-Weg 3

Eine der kurzen Runden ist laut Tourenbeschreibungen rund 3,5 Kilometer lang und führt auf einem schmalen Gehpfad am Höchenschwander Moor vorbei. Sie eignet sich gut als Abendrunde oder für Gäste, die nach der Anreise nur eine Stunde gehen wollen. Im Moor gilt: auf dem Weg bleiben, Hunde anleinen, nichts pflücken. Nach Regen ist der Pfad am Moor feucht.

Schinkenweg: die erste längere Runde

Der Schinkenweg ist ein Themenweg im Naturpark Südschwarzwald. Die Rundtour ist laut Tourenportalen gut 12 Kilometer lang und braucht reine Gehzeit von etwa drei Stunden. Der Name verweist auf den Schwarzwälder Schinken, eine der bekanntesten Spezialitäten der Region. Unterwegs wechseln offene Wiesen und Waldstücke. Für Einsteiger ist das die richtige zweite oder dritte Tour: länger als die Heilklima-Runden, aber ohne große Anstiege.

Planen Sie für diese Runde Proviant ein. Einkehrmöglichkeiten an der Strecke sind nicht garantiert, und manche Betriebe haben Ruhetage.

Felsenweg-Runde: der erste Abstieg ins Tal

Die Felsenweg-Runde ist rund 10 Kilometer lang. Sie beginnt oben auf der Hochfläche, steigt ab, führt an Felsen und durch Wald und endet mit dem Wiederaufstieg. Genau das macht sie lehrreich: Sie lernen kennen, wie sich Touren an den Hängen von Alb und Schwarza anfühlen. Bergab geht es leicht, der Rückweg nach oben kostet Kraft. Wer die Runde ohne Probleme schafft, ist bereit für längere Touren, etwa hinunter nach St. Blasien. Die Route dorthin beschreibt der Artikel Von Höchenschwand nach St. Blasien wandern.

Neben der Runde gibt es den Felsenweg auch als Streckenwanderung von knapp 20 Kilometern. Die ist für Einsteiger zu lang.

Eigene Runde über die Ortsteile

Wer lieber selbst plant, verbindet den Hauptort mit den Weilern der früheren Gemeinden Tiefenhäusern und Amrigschwand. Die Wege zwischen den Höfen sind meist Wirtschaftswege mit wenig Verkehr. So lässt sich eine Runde von fünf bis acht Kilometern zusammenstellen, die das Tiefenhäuser Moos, offene Wiesen mit Alpenblick und den Ortsrand verbindet. Eine Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 oder eine App mit Offline-Karte hilft dabei.

Welche Runde für welchen Tag?

Nicht jede Tour passt zu jedem Wetter und zu jeder Tagesform. Diese Zuordnung hilft bei der Wahl:

Situation Passende Runde Warum
Anreisetag, wenig Zeit Moorrunde oder kurzer Heilklima-Weg in einer Stunde machbar, kein Anstieg
klarer Tag mit Fernsicht Runde über die Ortsteile mit Südblick offene Wiesen, Blick bis zu den Alpen
heißer Sommertag Felsenweg-Runde am Vormittag viel Wald und Schatten am Hang
windiger, kühler Tag Schinkenweg mit Waldabschnitten Wechsel aus offenen und geschützten Passagen
nach Regen breite Wege der Heilklima-Runden Pfade am Moor und im Hang sind dann rutschig

Die Runden im Jahreslauf

Frühjahr: Auf der Hochfläche kommt der Frühling später als im Tal. Im Mai und Juni blühen die Wiesen, am Moor zeigen sich die ersten Wollgrasbüschel. Schattige Waldwege können bis in den April hinein noch Schneereste oder Eis haben.

Sommer: Die beste Zeit für längere Runden ist der frühe Vormittag. Mittags brennt die Sonne auf der offenen Hochfläche, am Nachmittag ziehen gelegentlich Gewitter auf. Die Felsenweg-Runde mit ihren Waldabschnitten ist dann angenehmer als reine Wiesenwege.

Herbst: Stabile Wetterlagen, klare Luft und Herbstfarben machen September und Oktober zur schönsten Wanderzeit. Bei Inversion liegt der Ort über dem Nebel, und die Runden mit Südblick bieten die besten Chancen auf die Alpen.

Winter: Wenn Schnee liegt, werden in vielen Wintern Winterwanderwege geräumt oder gewalzt. Die Sommerrunden sind dann oft nicht begehbar oder als Loipe gespurt. Gehen Sie nie auf der Loipe, sondern nutzen Sie die ausgewiesenen Winterwege.

So planen Sie als Einsteiger

Gehzeit realistisch schätzen

Eine einfache Faustregel aus dem Wandern: Rechnen Sie mit etwa vier Kilometern pro Stunde in der Ebene und einer zusätzlichen Stunde für je 300 Höhenmeter im Aufstieg. Pausen kommen dazu. Wer selten wandert, plant lieber großzügiger.

Checkliste für die Tasche

  • Wasser, auch an kühlen Tagen
  • kleiner Proviant
  • Wind- und Regenjacke, auf der Hochfläche weht fast immer Wind
  • Sonnenschutz und Kopfbedeckung, die UV-Strahlung ist in der Höhe stärker
  • geladenes Telefon, Notruf 112
  • im Herbst eine Stirnlampe, es wird früh dunkel

Wetter beachten

Im Sommer bilden sich Gewitter oft am Nachmittag. Starten Sie früh, dann sind Sie zurück, bevor es kritisch wird. Im Frühjahr und Spätherbst können schattige Waldwege noch vereist sein, während die Wiesen schon grün sind.

Mit Kindern und mit Hund

Für Familien sind die kurzen Heilklima-Runden und eine Moorrunde ideal. Kinder brauchen Ziele unterwegs: ein Moor, eine Bank mit Aussicht, Kühe auf der Weide. Mehr Ideen sammelt die Seite Familienurlaub. Wer mit Hund unterwegs ist, findet auf den Runden viel Platz, muss aber in Schutzgebieten, auf Weiden und in der Brut- und Setzzeit Regeln beachten. Diese erklärt der Artikel Wandern mit Hund im Schwarzwald.

Quellen

  • Heilklima-Wanderwege, Netzlänge und Start: Angaben der Gemeinde Höchenschwand und Tourenbeschreibungen (Stand Oktober 2026)
  • Schinkenweg, Felsenweg und Felsenweg-Runde: Tourenportale für den Naturpark Südschwarzwald, Längen gerundet
  • Wegemarkierung: Schwarzwaldverein, Grundsätze des Wegenetzes
Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Welche Rundwanderung in Höchenschwand ist am leichtesten?
Am leichtesten sind die kurzen Heilklima-Wanderwege über die Hochfläche. Sie sind wenige Kilometer lang, haben kaum Steigung und lassen sich in ein bis zwei Stunden gehen. Einer davon führt am Höchenschwander Moor vorbei. Die genaue Wegführung zeigt die Übersichtskarte im Ort oder die Tourist-Information.
Brauche ich Wanderschuhe für die Runden auf der Hochfläche?
Für die kurzen Runden auf befestigten Wegen reichen feste Turnschuhe mit gutem Profil. Sobald Sie Waldwege oder Abstiege ins Tal gehen, sind knöchelhohe Wanderschuhe besser. Nach Regen sind Wiesenpfade und Moorränder oft nass.
Kann ich die Touren mit Kinderwagen gehen?
Teilweise. Viele Wege auf der Hochfläche zwischen Ortskern und Ortsteilen sind breite Feld- und Wirtschaftswege und für robuste Kinderwagen geeignet. Moorpfade, schmale Waldwege und alle Abstiege ins Tal sind es nicht. Fragen Sie nach einer Runde mit festem Belag.
Wie sind die Wege in Höchenschwand markiert?
Im Schwarzwald gilt das einheitliche System des Schwarzwaldvereins mit gelben Wegweisern an Knotenpunkten und Rauten als Markierung dazwischen. Örtliche Rundwege wie die Heilklima-Wanderwege haben zusätzlich eigene Schilder oder Nummern.

Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026 von der Redaktion Höchenschwand im Web.